Auswertungsbericht zum Auslandsteil des Vorbereitungslehrganges in der Region 3

(25. – 27.02.2009 an der DS San José)

 

 

 

Inhalt:

1. SeminarteilnehmerInnen:

1

2. Seminarprogramm:  3
3. Kurzkommentar zur Programmgestaltung- und realisierung       6
4. Evaluation des Vorbereitungslehrganges durch die Teilnehmer  7
5. Anhang I: Unterrichtsentwürfe und Arbeitsblätter 

9

6. Anhang II: Weitere Materialien 9

 

 


Am diesjährigen Auslandsteil des Vorbereitungslehrganges für die neu in die Region 3 entsandten Lehrkräfte nahmen die folgenden 12 Kollegen und Kolleginnen teil:

 

 

 

 

1. TeilnehmerInnen                                       Status      Schule          

  1. Ralf Bentz (S DaF, Ges)

ADLK

Managua

 

  1. Evelyn Staedel, (S DaF, DaM in 5/6)

OLK

Managua

 

  1. Jamila Deppe (P DaF 2-6)

OLK

Managua

 

  1. Janina Gerber (P DaF, Math)

OLK

Managua

 

  1. Tanja Quast (S DaMF, Eng)

BPLK

San José

 

  1. Nadja Moor (P DaMF, Mathe)

OLK

San José

 

  1. Nicole Meiler (P DaMF, Mathe)

OLK

San José

 

  1. Mark Doktor, (S Ges; Duales System)

BPLK

Guate

 

  1. Dagmar Eiche (P DaMF, Mathe)

ADLK

Guate

 

  1. Inga Gottwald-Richters (P DaMF, Ku, Math, Mus)

BPLK

Guate

 

  1. Inga Burghard (P DaF, Mus)

BPLK

San Salvador

 

  1. Katja Gottwald (P DaF)

OLK

San Salvador

 

 

 

2. Der Lehrgang verlief nach dem folgenden Seminarprogramm:

 

 

Mittwoch, den 25.02.09:

 

 

7:30-8:10:        Begrüßung, Vorstellung, Programm, Organisatorisches

 

8:15-8:55:        Hospitation: DaF 3A Kebe / DaF 7A Budenz

 

9:00-9:40         Hospitation Mathe 5R Ruthmann / Geschichte 9ABC Oevermann

 

9:40-10:00:      Pause

 

10:00-10:45     Besprechung der Hospitationen mit allen Beteiligten (Prim.- und Sek.-Gruppe; Oevermann, Budenz, Ruthmann, Kebe)

 

10:55-11:20:    Schulrundgang

 

11:25-12:30:    Wesentliche Aspekte der Eltern-LehrerInnen-Kommunikation am

                        Beispiel der DS San José (Brandenburg)

 

 

12:30-13:30:                  Mittagspause

 

 

13:30-14:30:    Hierarchisierung von Unterrichtsbeobachtungskriterien auf der Basis des Qualitätsrahmens des Bundes und der Länder: Was ist uns im DaF-DFU- Unterricht methodisch-didaktisch wichtig? (Endres, Gellert)

 

14:30-14:45:    Pause

 

14:45-16:30:    Vorbereitung der Folgestunden als Unterrichtsversuche: DaF 3A,

                        DaF 7A, Mathe 5R

 

16:40-17:40:    a) DaF/Mathe Primaria: Grundsätze, Lesehilfen, Leseideen,

                            Materialien (Keller)

                        b) DFU Geschichte: Prüfen von Materialquellen; beispielhafte UE

                            (Oevermann)

                        c) DaF- Methoden und Materialien ((v.a. Sek.) de Boer);

 

17:40:              Tagesabschluss

 

Abendprogramm: Restaurant „Cafe Mundo“


Donnerstag, den 26.02.09:

 

 

7:30-8:50:        Hospitationen nach Wunsch unter Anwendung der entworfenen

                        Unterrichtsbeobachtungskriterien

 

9:00-9:40:       Besprechung und Diskussion der Beobachtungen

 

9:45-10:00:     Pause

 

10:00-10:40:   Unterrichtsversuche Mathe 5R, DaF 7A

 

10:50-11:30     Unterrichtsversuch DaF 3A

 

 

11:40-12:40                  Mittagspause

 

 

12:40-13:25     Besprechung der Unterrichtsversuche

 

13:30-15:30:    zeitgleich         Vorbereitung der 3 Folgestunden

 

15:30-15:50:    Pause

 

15:50-17:30     Interkulturelle Kompetenzen: Eine Anleitung zum Glücklichsein (in der Fremde)? (Gellert); wie die costaricanischen Kollegen die deutschen Kollegen wahrnehmen (Soto)

 

17:30:              Tagesabschluss

 

 

Abendprogramm: Restaurant „Tiquicia“

 

 

Freitag, den 27.02.09:

 

 

7:30-8:45:        a) Erfahrungs- und Materialaustausch/Gespräche: Projekte, schüleraktivierender Unterricht, Materialienbörse im Internet, Spiele usw; (Lk der Sek.: Brenner, Gellert);

                        b) dasselbe Thema für die Primaria (Lk der Prim: von Felbert, Ruthmann)

 

8:50-9:45:        Vorstellung des Kindergartenkonzepts (Hagenlocher)

 

9:45-10:00:      Pause

 

10:00-10:45:    Gespräch mit der Schulpsychologin (Corales): Typische Probleme

                        im Schulalltag im Beziehungsgeflecht von Schülern-Eltern-

                        Lehrern (Beispiel DS San José)

 

10:50-11:30:    Unterrichtsversuche:   DaF 3A

                                                          DaF 7A

                                                          Mathe 5R

 

11:40-12:30:    Besprechungen der Unterrichtsversuche (alle)

 

 

12:30-13:30:                  Mittagspause

 

 

13:30-14:50:   Aus aktuellem Anlass:  Die Schulen Zentralamerikas vor der Schulinspektion. Schulentwicklung am Beispiel der DS San José: Ein Erfahrungsbericht (Gellert, Budenz)

 

14:50-15:00:    Pause

 

15:00-16:000: Abschlussgespräch. Offene Fragen. Lehrgangsauswertung

 

 

Abendprogramm nach Absprache

 

Anmerkung:

Die Teilnehmer möchten bitte Materialien, Fragen, Internetadressen und alles Mögliche, was einem Austausch über das Arbeiten an einer Auslandsschule dienlich ist bzw. geklärt werden sollte, mitbringen.

 

 

San José, den 10.02. 2009                                                                  Martin Gellert

 

 

3. Kurzkommentar zur Programmgestaltung- und realisierung:

Das Lehrgangsprogramm umfasste damit als Kernbestandteile die gemeinsame Vorbereitung, Durchführung und Nachbesprechung von Unterrichtsversuchen (6 Unterrichtsstunden), Hospitationen (sowohl die notwendigen „Eingangshospitationen“ in den Klassen, für die die Folgestunden geplant wurden, wie auch Hospitationen nach Wunsch, für die 2 Schulstunden zur Verfügung gestellt wurden), die Vorstellung von Materialien durch erfahrene Kollegen vor Ort und den Vortrag über „Interkulturelle Kompetenzen“, der wie im Vorjahr gekoppelt war mit dem Referat einer costaricanischen Kollegin zum Thema, wie die deutschen Kollegen von den einheimischen wahrgenommen werden.

Darüber hinaus habe ich einige neue Programmpunkte integriert, die die andersartige Schulstruktur einer Auslandsschule spiegeln. So kann der Charakter einer Privatschule z.B. zu einem anderen Auftreten und einer anderen Präsenz der Eltern an der Schule führen (Programmpunkt Brandenburg).

Alle Schulen der Region haben auch einen angegliederten Kindergarten. Da schien es geboten- zumal bei der großen Teilnahme von Primarialehrern- auch die Vorstellung des Kindergartenkonzeptes an der DS San José als Fallbeispiel darzustellen (Programmpunkt Hagenlocher).

Die oft perfekte Außendarstellung des Familienlebens und des Hochhaltens familiarer Werte als Teil der lateinamerikanischen Kultur kann einen falschen Eindruck vermitteln: Im Gespräch mit der Schulspsychologin konnte den Teilnehmern ein Eindruck davon vermittelt werden, wie (oft) es hinter den Fassaden brodelt und in welcher Weise das SchülerInnenverhalten versteckte Rückschlüsse darauf geben kann.

Alle Schulen der Region befinden sich in Schulentwicklungsprozessen. Deshalb habe ich am Beispiel der DS San José von unseren Erfahrungen hierbei berichtet und die einzelnen Phasen des zyklisch angelegten Modells (von SEIS+ bis zum Gütesiegel der BLI) erläutert (Programmpunkt Gellert/Budenz).

Ausgehend vom „Qualitätsrahmen des Bundes und der Länder für deutsche Schulen im Ausland“ hat der Schulleiter den Unterrichtsbeoachtungsbogen der ZfA (s. Internet) in der Bearbeitung durch die DS San José vorgestellt. Damit sind den Seminarteilnehmern die Indikatoren und Kriterien der ZfA für gutes Unterrichten bekannt gemacht worden. Die Seminarteilnehmer erschlossen sich den vierseitigen Bogen und markierten sich individuell- durch eigene Bedürfnisse gesteuert- Bereiche, die sie am nächsten Tag in den Hospitationen besonders beobachten wollten (Programmpunkt Endres/Gellert).

 

Der Lehrgang hatte in dieser Anlage großen Erfolg (s. Evaluation durch die Teilnehmer). Zu den Programmpunkten entspannten sich lebhafte Diskussionen, die teilweise auch an den gemeinsamen Abenden weiter geführt wurden.


4. Evaluation des Vorbereitungslehrganges durch die Teilnehmer:

 

Den Abschluss des Lehrgangs bildete eine kurze Auswertungs-/Evaluationsrunde, bei der mit einer „Evaluationszielscheibe“ folgende Kriterien erfragt wurden:

 

 

Kriterien                            sehr gut               gut              befriedg.    ausreichd    mangelh

Relevanz der Themen

3

6

2

1

-

Persönlicher Lernerfolg

1

6

5

-

-

Didakt. Gestaltung

4

6

2

-

-

Habe methodisch Neues erfahren

1

7

1

2

2

Übertragbarkeit der Inhalte für meinen Bereich

1

8

3

-

-

Moderation

11

1

-

-

-

Organisatorische Rahmenbedingungen

10

-

2

-

-

Klima in der Gruppe

8

4

-

-

-

 

Die Zahlen geben die Anzahl der Notennennungen wieder.

 

 

Als weitere Anmerkungen zur Veranstaltung notierten die Kolleginnen und Kollegen zu vier Fragen vor allem:

 

 

1. Besonders interessant/nützlich/hilfreich fand ich:

- Vortrag Brandenburg

- Vortrag Soto

- Gespräche/Materialaustausch/Internetseiten zu DaF, Austausch untereinander

- Hospitationen!!

- den Erfahrungsaustausch mit den KollegInnen aus anderen Schulen

- gemeinsame Vorbereitung von Unterrichtsstunden

- Infos zur Schulentwicklung und Fragebogen der BLI

- Abendprogramm

- Interkulturelle Kompetenzen!

- Gespräch mit der Schulpsychologin!

- Kennenlernen von Kollegen, Erfahrung von Teamteaching

- Vorstellung des Kigakonzeptes

 

 

2. Weniger interessant/nützlich/hilfreich fand ich:

- eigenen Unterricht vor fremden Klassen mit fremdem Material an einer fremden Schule…

- Hospitationsauswahl am fraglichen Termin etwas eingeschränkt

- Vortrag Kindergarten

- Unterrichtsbeobachtungsbogen hätte man als Hausaufgabe reingeben können, um damit vertraut zu werden

- allgemeine Unterrichtsbeobachtungen kenne ich hinreichend durch viele Referendare

 

 

3. Was ich mir zusätzlich gewünscht hätte:

- für die Zukunft einen dauerhaften und konstanten Materialaustausch zwischen den Schulen

- viel mehr guten DaF-Unterricht anschauen, um DaF-Methoden in der Praxis zu sehen

- mehr Hospitationen außerhalb des DaM/DaF-Bereiches

 

 

4. Was ich noch loswerden wollte:

- Herr Gellert war wesentlich daran beteiligt, dass das Seminar in einer guten Atmosphäre ablaufen konnte. Zudem war die Organisation (Hotel/Restaurantwahl) perfekt!

- Super Klima, super Organisation, super Moderation = motivationsfördernd!

- Ich fand die ganze Veranstaltung insgesamt sehr gelungen und bin positiv überrascht, wie gut sich das gepackte Programm bearbeiten ließ. Sehr gute Moderation: 1+!

- Es war supergut, mal über den Tellerrand zu blicken, um die eigene Schule mit anderen Augen zu sehen. Super auch Erfahrungsaustausch, es war eine tolle Truppe und ein superguter „Truppenleiter“!

- hat großen Spaß gemacht!

- die Atmosphäre insgesamt, Organisation, Verpflegung… SUPER!

- Vielen Dank für die Mühe, das tolle Abendprogramm, die hervorragende Organisation und Strukturierung der Fortbildung!

 

 

 

 


5. Anhang I: Unterrichtsentwürfe und Arbeitsblätter (soweit sie digital vorliegen)

 

In der Klasse 3A, DaF, kamen unter anderem am Donnerstag und Freitag folgende Planungen und Arbeitsblätter zum Einsatz:

3A Do-Stde

3A Do-AB

3A Frei-Stde

3A Frei-AB

 

In der Klasse 5R, Mathe, kamen unter anderem am Donnerstag und Freitag folgende Planungen und Arbeitsblätter zum Einsatz:

5R Do-Fre Stden

Fachbegriffe Mathe 5R

 

In der Klasse 7A, DaF, kamen unter anderem am Donnerstag und Freitag folgende Planungen und Arbeitsblätter zum Einsatz:

7A Stden-AB

 

 

 

6. Anhang II: Weitere Materialien

 

Als Materialienbörse im Internet wurden folgende Links geprüft und zusammengestellt:

Link-Listen DaF

 

Im Rahmen des Programmpunktes „Hierarchisierung von Unterrichtsbeobachtungs-kriterien auf der Basis des Qualitätsrahmens des Bundes und der Länder“ stellte Herr Endres den von der Schule bearbeiteten Unterrichtsbeobachtungsbogen der ZfA vor, den die KollegInnen bei ihren wechselseitigen Hospitationen, die seit diesem Schuljahr Teil des Schulentwicklungsprozesses sind, beachten sollen:

UnterrichtsbeobachtungsbogenBLI

 

Im Rahmen des Programmpunktes „Gespräch mit der Schulpsychologin“ wurden folgende Modelldokumente vorgeführt und den KollegInnen für die Arbeit an ihren Schulen mitgegeben:

Protokoll Familienbesprechung

Protokoll Klassenkonferenz

Formular Weiterleitung

 

Mein Dank gilt abschließend der von Neuem sehr gut kooperierenden Verwaltung der DS San José, insbesondere aber meinen Kollegen, zum einen denjenigen, die als Referenten auftraten, zum anderen aber auch denjenigen, die die Vertretung der Referenten  zu übernehmen hatten.

 

San José, den 05.03.2009                                                                   Martin Gellert